Das KSL-MSi-NRW führte in einer Evangelischen Kindertageseinrichtung Jakobs-Brunnen in Hamm einen Schnupper-Gebärdensprachkurs durch, um den Weg für die Inklusion zu ebnen.

 Das KSL-MSi-NRW wird in den entsprechenden pädagogischen Einrichtungen das Projekt „Gebärdensprache von Anfang an“ anbieten. Das Ziel ist nicht nur die Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung von Kindern und Fachpersonal, sondern auch allen Beteiligten die Vorteile der Gebärdensprache als barrierefreie Kommunikation und Zugewinn für alle näher zu bringen. Das neue Projekt „Gebärdensprache von Anfang an“ mit der Handpuppe Nina soll auf Kommunikationsbarrieren von Kindern mit Hörbehinderung aufmerksam machen. 

Die Begegnung mit der Handpuppe Nina, die selbst gehörlos ist, wird im Gruppegeschehen den Kindern vorgestellt. Das Besondere an der Handpuppe ist, dass sie Handschuhe wie echte Hände hat, die die pädagogische Fachkraft zum Gebärden benutzen kann. Durch die Begegnung mit Nina sollen die Kinder neue Erfahrungen vermittelt bekommen und ihre Körpersprache sowie nonverbale Kommunikation bewusster einsetzen.

Der Aspekt der Inklusion in Bezug auf selbstbestimmtes Leben für Kinder und Menschen mit Behinderung bedeutet mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und mit ihnen zu kommunizieren. Dieser erfordert von allen eine vorurteilsfreie und barrierefreie Interaktion (§8 BGG NRW, Art. 21 UN-BRK).

Der selbstbestimmt-Leben-Ansatz findet seine Bestätigung in den allgemeinen Grundsätzen der UN-Behindertenrechtskonvention Artikel 3 und auch im §1 des Nordrhein-Westfälischen Inklusionsstärkungsgesetz (IGG NRW).

Handpuppe Nina
Handpuppe Nina