Die diesjährigen Selbsthilfetage des Deutschen Schwerhörigenbundes stehen unter dem Motto „Hören, verstehen, dazugehören“. Das Treffen wird vom 19. bis zum 21. Oktober 2018 in Essen stattfinden. Mit einem umfangreichen Vortragsprogramm und einer großen Ausstellung von Herstellern, Reha- und Beratungseinrichtungen knüpft es an die Selbsthilfetage in Münster an. Inhaltlich soll es darüber hinaus um die Weiterentwicklung der Ergebnisse der IFHOH-Tagung „Future Loops“ im letzten Herbst in Berlin gehen. Ein zusätzlicher Glanzpunkt wird der Festabend am Samstag sein, zu dem der Essener DSB-Ortsverein anlässlich seines 100jährigen Jubiläums einlädt.

Es gibt einen Selbsthilfetag der für Alle Hörgeschädigten und Interessierten, sowie auch von Institutionen, Verbänden offen ist. Am 19. Oktober von 10 Uhr bis 18 Uhr wird es im Hotel Franz in Essen, Steelerstr.261 dem Tagungshotel ein Programm stattfinden zum Informieren, ausprobieren und anfassen. Weiterhin kann der Besucher sich in der großen Ausstellung informieren wie eine Barrierefreie Kommunikation möglich ist.

Die Vorbereitungen zum Selbsthilfetag laufen auf vollen Touren. Vorträge, Referenten und Aussteller sammeln sich zu einem vielfältigen Angebot. Selbstverständlich dazu gehören Hersteller von CI, Hörsystemen und Hilfsmitteln, die Rehabilitationskliniken für Hörschädigung, CI und Tinnitus sowie Einrichtungen der Beratung wie zum Beispiel der Integrationsfachdienst. Was gibt es neues auf dem Markt? Wie kann mein Arbeitsplatz, mein Umfeld akustisch verbessert werden, damit Hörstress vermieden werden kann. Sein Gehör prüfen kann der Besucher auch in einem kostenlosen Hörtest im Hörmobil der Fördergemeinschaft Gutes Hören.

Ganz neu dabei ist das Thema „Licht“. Frei nach der Erkenntnis „Wer hören kann- muss (ab-)sehen können“ wird die Bedeutung von Beleuchtung und gesundem Licht für Kommunikation und Wohlbefinden von Menschen mit Hörschädigung - ja, im übertragenen Sinne: „beleuchtet“.

Die Kliniken für Rehabilitation bei Hörschädigungen stellen nicht nur ihr Angebot vor. In einem Vortrag wird es um das Für und Wider von stationärer und ambulanter Rehabilitation gehen. Warum ist eine stationäre Rehabilitation vorteilhafter als eine ambulante? Und wie komme ich an eine Verordnung dafür?

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeitsplatzausstattung. Dabei wird es sowohl um die technischen Möglichkeiten und Maßnahmen für Menschen mit Höreinschränkungen gehen wie auch um Antragsstellung und Kostenübernahme. Wie finde ich die Hilfen, die mir wirklich helfen? Und welche Einrichtungen unterstützen mich?

Selbst Hand anlegen (neudeutsch: „Hands on“…) heißt es in den geplanten Workshops. Schließlich ist das zweite Motto der Selbsthilfetage: „Informieren, ausprobieren, anwenden.“ Hilfsmittel in Funktion kennen und damit umgehen lernen ist das Ziel. Was ist das eigentlich für Zubehör in meinem CI-Koffer, und wie wende ich es an? Fragen dazu können im Workshop und natürlich auch an den Ausstellungsständen der Hersteller von CI, Hörsystemen und Hilfsmitteln gestellt und beantwortet werden.

Der Festabend anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Essener DSB-Ortsvereins ist diesmal am Samstag - also nach getaner Arbeit und auch nach der Jahresversammlung des Deutschen Schwerhörigenbundes. Ein unterhaltsames Kulturprogramm und ein reichhaltiges Buffet sind die Belohnung für zwei Tage Information, Erkundung und auch Arbeit - jedenfalls für die Delegierten. Und damit sich das Bleiben bis in den späten Samstagabend auch lohnt, gibt es nach Übernachtung und Frühstück zum Ausklang am Sonntag noch eine Stadtbesichtigung mit Besuch des Weltkulturerbes Zeche Zollverein.

Das Wochenende bzw. den Selbsthilfetag sollte man sich unbedingt freihalten.

Es entstehen für Alle Besucher keine Kosten und die Kommunikation ist durch Technik für Schwerhörige und Schriftdolmetscher gewährleistet.

Eine Anmeldung für den Selbsthilfetag ist nicht nötig.

Für Informationen stehe ich unter 02504-8099 oder Mail juergenbrackmann@web.de gerne zur Verfügung.

Jürgen Brackmann

 

[ Infokasten ]

 

Tagungsort ist das erprobte Essener Hotel Franz. Sein geheimnisvoller Name geht auf Franz von Sales zurück, der - wie es das Leben so will - in der katholischen Kirche als Schutzpatron der Schwerhörigen und Gehörlosen gilt. Als Integrationsbetrieb beschäftigt das Hotel bewusst und inklusiv Menschen mit Behinderungen und ist konsequent barrierefrei ausgestattet.

 

Steeler Straße 261

  • Bild einer Veranstaltung (Bildquelle: Fotolia)

Veranstalter

Deutscher Schwerhörigenbund

Downloads

DSB Selbsthilfetage in Word

Flyer mit Programm in PDF