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26.02.2024
Schulung für Pflege-Nachwuchs in Essen

Die KSL-MSi Fachberatenden Julian Rohlfing, Anna Cebulla und Kristin Reker von den drei Fachbereichen Sehen, Hören und Taubblind schulten am 26.02.2024 insgesamt 17 Pflegeschüler:innen des Bildungsinstitut Pflege der AWO Essen rund um die Themen Sehbehinderung, Hörbehinderung und Taubblindheit.

Die Teilnehmenden erfuhren in dem vierstündigen Workshop die wichtigsten Fakten zum Umgang und zur Kommunikation mit Menschen mit Sinnesbehinderungen und die Voraussetzungen für eine gelingende Teilhabe und Inklusion.

Im Zentrum stand dabei auch die 4. Ausgabe der KSL-Konkret "Vielfalt Pflegen". Die Exemplare stehen kostenlos zur Verfügung. Es ist ein kompaktes Nachschlagewerk für Pflegende in der neuen generalistischen Pflegeausbildung. Dank der vielen Tips und Fallbeschreibungen können Unsicherheiten bei der Kommunikation und Interaktion mit Menschen mit Behinderungen im Pflegealltag reduziert werden.

Wie ist das eigentlich, wenn Patient:innen oder Heimbewohner:innen eine Sinnesbehinderung haben und auf welche Barrieren können Betroffene im Alltag stossen? Wie lesen Blinde eigentlich E-Mails? Gibt es nur eine einzige Gebärdensprache oder hat jedes Land eine eigene? Wie kann man Patient:innen kommunizieren, wenn das Sehen und das Hören gleichzeitig beeinträchtigt sind?

Diese Fragen und viele mehr beantwortet das KSL-MSi-NRW mit einem inklusiven, diversen Team in seiner Schulung "SensiPro". Eine Sensibilisierungsschulung, bei der neben Fakten und Wissenswertem auch praktische Übungen den Teilnehmenden das Thema "Sinnesbehinderung" auf interessante und abwechslungsreiche Art und Weise näher gebracht wird.

Dazu gehören neben der theoretischen Wissens-Vermittlung auch praktische Übungs-Einheiten mit Langstock, Simulationsbrillen, Kopfhörern und Einblicke in die Gebärdensprache und das Lorm-Alphabet.

Besonderen Anklang findet die von uns adaptierte Version der "Stillen Post". Bei dieser Gruppenübung gehen die Teilnehmenden dem Mythos "Lippen Absehen" auf den Grund: Wieviel Prozent eines Satzes lassen sich eigentlich treffsicher vom Mund absehen und was bedeutet das für die Kommunikation und den Umgang mit hörgeschädigten Patient:innen?

Wir freuen uns über die vielen interessierten Fragen und bedanken uns für die rege Teilnahme an unserem Vortrag.